Kurzzeitpflege

Die Kurzzeitpflege dient der Entlastung der pflegenden Angehörigen. Pflegende Angehörige tragen die Hauptlast des demographischen Wandels und sorgen durch Ihren bewundernswerten Einsatz dafür, dass es vielen Menschen gelingt sehr lange in der eigenen Häuslichkeit zu verbleiben. Aber diese Unterstützung kostet Kraft und braucht Zeiten der Erholung, um das Pflegesetting aufrecht zu erhalten.

Wir unterstützen Sie bei der  Planung und Umsetzung der Kurzzeitpflege, so dass Sie sorgenlos Ihren Urlaub oder einfach mal Zeit für Sich geniessen können.

Weitere Gründe für die Kurzzeitpflege

  • ein alleinstehender Mensch ist nach einem Krankenhausaufenthalt noch pflegebedürftig, kann sich auf keinen Fall alleine zu Hause versorgen.
  • die Pflegebedürftigkeit eines Menschen nimmt plötzlich zu und die Versorgung zu Hause ist nicht mehr gewährleistet
  • eine Nachsorge nach Krankheit oder Unfall, die nur von Pflegefachpersonal durchführt werden kann und über 24 Stunden am Tag sicher gestellt werden muss.
  • der Partner oder die Partnerin eines pflegebedürftigen Menschen ist krank geworden, muss selber pflegerisch versorgt werden oder stationär in einem Krankenhaus oder einer Rehabilitationsklinik aufgenommen werden.
  • Angehörige wollen in den Urlaub fahren und ihr pflegebedürftiges Familienmitglied soll gut versorgt und betreut werden.
  • Sie kann aber auch genutzt werden, damit Angehörige das häusliche Umfeld nach einer Krankheit oder einem Unfall anpassen können (z.B. Umbauen, Ausbauen, Wohnfeldanpassung etc.)und der zu Pflegende wieder in sein gewohntes Umfeld zurückkehren kann!
  • die Kurzpflege ermöglicht es hinter die Kulissen zu schauen und kann viele Ängste im Hinblick auf eine Langzeitbetreuung relativieren.

Dauer der Kurzzeitpflege

Die Kurzzeitpflege ist auf eine Dauer von 56 Tage im Jahr beschränkt, für diese Zeit übernehmen die Pflegekassen die Kosten einer stationären Unterbringung. Die Kurzzeitpflege kann zusätzlich mit der Verhinderungspflege kombiniert werden. Was ist der Unterschied zwischen Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege? Im Gegensatz zur Verhinderungspflege ist eine Kurzzeitpflege zu Hause nicht möglich. Kurzzeitpflege kann laut Definition nur in einer entsprechenden Pflegeeinrichtung durchgeführt werden und ist zu Hause nicht möglich.


Kosten
Die Kurzzeitpflege wird in Form einer teilweisen Kostenübernahme durch die Pflegekasse gefördert. Die Pflegekasse trägt die pflegebezogenen Leistungen der Kurzzeitpflege bis zu einem max. Betrag von 1.612,00 Euro. Diese finanzielle Förderung wird unabhängig von dem Pflegegrad gewährt und steht allen Pflegebedürftigen in gleicher Höhe zur Verfügung. Zu beachten ist das je nach Pflegegrad ein höherer Pflegesatz anfällt. Im Pflegegrad 5 stehen 23 Tage Kurzpflege zur Verfügung im Pflegegrad 2 sind es 46 Tage.
Zu den pflegebezogenen Leistungen kommen bei einer Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege noch die Restkosten (Verpflegungs-, Unterbringungs- und Investitionskosten der Einrichtung) hinzu. Dieser sogenannte Eigenanteil muss selbst bezahlt werden, dieser beträgt zur Zeit 37,77 € täglich.
Wenn das Einkommen nicht ausreicht, um den Eigenanteil zu bezahlen, finden wir gemeinsam individuelle Lösungen! Sprechen Sie uns gerne persönlich an.
Sollte es Ihnen wegen starker gesundheitlicher Einschränkungen nicht möglich sein, zu uns zu kommen – kein Problem, dann kommen wir gerne zu Ihnen, um Sie zu Hause zu beraten.